Kochareal, Zurich

Wohnhochhäuser haben in den letzten Jahren unter der Maxime der Verdichtung nach Innen eine neue Konjunktur erfahren. Hochhäuser verursachen jedoch gegenüber der Regelbebauung unter 30m Gebäudehöhe aufgrund gesetzlicher Vorgaben und Bauverteuerung Mehrkosten von rund 8-10%. Diesen Mehrkosten gilt es nun im vorliegenden Projekt mittels klugen architektonischen und technischen Konzepten entgegenzutreten um die äusserst ambitionierten Zielerstellungskosten bei gleichzeitig geforderter Qualität einhalten zu können.

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Typenbildende Parameter sind hierbei insbesondere die brandschutztechnisch maximale Geschossfläche von 900m2 gepaart mit Effizienzvorgaben von Geschossfläche zu Hauptnutzfläche. Daraus resultiert die Ausbildung von mehrspännigen Erschliessungsanlagen, die fast ausschliesslich von einem zentralen Kern aus erfolgen. Die damit zwangsläufig verbundene einseitige Orientierung ist mindestens bis zu Vier- und Fünfspännern aufgefangen worden mit Wohnungen von ausschliesslicher Süd- und Übereckorientierung. Bei höherer Wohnungsanzahl pro Geschoss eröffnet sich durch eine Staffelung die Möglichkeit, den Anteil der Südbesonnung und der Zweiseitigkeit der Wohnorientierung zu erhöhen. Somit erhalten Wohnungen, die über der Höhe der umliegenden Bebauung liegenden, nicht nur bei einer Ost-Südostorientierung eine erhebliche längere Besonnung, sondern weisen auch die in Zürich so privilegierte Weitsicht auf. Die Staffelung erlaubt auch eine Intimität der Aussenloggia, da die angrenzende Nachbarwohnung ihren Aussenraum ebenfalls gegen die Aussicht ausgedreht hat und damit Einblicke verhindert. Zudem profitiert jede Wohnung von einem maximalen inneren Reichtum aufgrund diagonaler Durchblicke und Einblicke in die eigene Wohnung. Die Durchbildung der Grundrisse erfolgt strikt nach dem Prinzip der vertikalen Stapelung. Nur sie sichert die ökonomische Grundlage dieser Wohnform im Hochhaus.

ORT: Zurich

COMPETITION: 2018

CLIENT: Amt für Hochbauten Stadt Zürich im Auftrag Allgemeine Baugenossenschaft Zürich

 

MEILI, PETER & PARTNER ARCHITEKTEN:

Markus Peter, Patrick Rinderknecht, Alice Hucker

Leonie Amsler, Christoph Erni

LANDSCAPE ARCHITECTURE: Andreas Geser Landschaftsarchitekten AG, Zurich

building physics: Gartenmann Engineering AG, Luzern

BUILDING TECHNOLOGY: anex Ingenieure AG, Zürich 

VISUALISIERUNG: PONNIE Images, Köln

Situation

GROUND PLAN BASEMENT

GROUND PLAN high-rise

Schema Aufwertung durch Ausdrehen

GROUND PLAN FIRST FLOOR

GROUND PLAN SECOND FLOOR

GROUND PLAN THIRD FLOOR

FAÇADE Flurstrasse

CROSS SECTION

roof garden

apartment