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Marcel Meili, Einführungsstatement DAM, 1995

Demokratie als Bauherr

Oder vom Ende des Stadtbaumeisters

Wenn wir heute die Rolle des Bauherrn in der Demokratie diskutieren, so geschieht dies vor einem genau umrissenen Hintergrund: Die Demokratie selbst als Bauherr, der Staat also – wenn Sie mir nur für diesen Vortrag diese unzulässige Verkürzung erlauben –, dieser Staat hat in diesem Jahrhundert kaum je einen so schwierigen Stand im Bauen gehabt wie im Augenblick...

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Marcel Meili, Letten it be, Museum für Gestaltung, Zürich

Erduldete Urbanität

Konflikte im öffentlichen Raum Zürichs sind auch die Rechnung an eine Stadt, die sich dagegen sträubt, Stadt zu werden. Sie sind Teil eines Zustands, den man unvollständige Urbanisierung nennen könnte, und brechen immer dann aus, wenn moderne städtische Phänomene, wie sie überall auftreten, den Zürcher Raum zu beschlagnahmen beginnen...

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Werk, Bauen + Wohnen, Nr. 11/1993

Ein Wohnhaus aus der Werkstatt

Anhand des eigens für die Nr. 11/1993 des Werk, Bauen + Wohnen erarbeiteten Projekts für ein Mehrfamilienhaus untersuchen Marcel Meili und Markus Peter die strukturell-räumlichen Konsequenzen der Holzrahmenkonstruktion, dass heisst der Verwendung grossformatiger, werkstattgefertigter Elemente im mehrgeschossigen Wohnungsbau, und zwar unter Berücksichtigung der einschlägigen Brandschutzvorschriften. Im Gespräch mit Bruno Reichlin und den Projektverfassern wird das architektonische Ergebnis erläutert und situiert...

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Marcel Meili, Architektur in der Deutschen Schweiz, 1980 - 1990, Hrsg. Peter Disch

Ein paar Bauten, viele Pläne

Im Augenblick des achtlosen Hinwerfens komme mehr vom Wesen des Gegenstandes zum Ausdruck als in seiner neuen, beabsichtigten Form, schreibt Roland Barthes. Es mag sein, dass diese Hypothese durch viele unserer Projekte um 1980 hindurchschimmert. Tatsächlich suchen wir nach einer "Art Wahrheit des Gebrauchs"...

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Marcel Meili, Architekturlehre, Berlin, 1989

Das Allgemeine, die Provinz und die Schärfe

Die Einleitung zu diesem Vortrag habe ich umschreiben müssen. Als alles schon fertig war, erhielt ich den Brief der Organisatoren, wo ich lesen konnte: „Die Architekturauffassung der einzelnen Referenten sollte nicht im Mittelpunkt stehen.“ Im nächsten Abschnitt stolpern die Begriffe übereinander: Strukturen, Inhalte, Modelle, Konzepte. Ich benütze die Gelegenheit, den Schrecken über die kopflose Banalität dieses Satzes und jener Wortkaskaden an meine Vermutungen über meine eigene Lehrtätigkeit zu knüpfen...

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Marcel Meili, Quaderns 177 Barcelona, 1988

Ein Brief aus Zürich

"Die 80er Jahre haben die definitive Scheidung gebracht zwischen urbaner Praxis und Entwurfskultur" schreibt J. L. Mateo in Quaderns. Was unsere Situation hier, in den Deutschschweizer Städten, betrifft, würde ich eher von einer in Spannung geratenen Lage sprechen, deren Physiognomie ich in diesem Brief skizzieren möchte, weil sie ein Licht wirft auf die allgemeineren Bedingungen des Entwerfens hierzulande...

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Marcel Meili, Werk, Bauen + Wohnen, Nr. 11/1995

Vorfabrikation - Entwerfen

Der Entscheid, ein schon bestehendes Projekt in Grosstafelbauweise auszuführen, verändert den Charakter unserer Entwurfsarbeit grundlegend: Im Zuge der Überarbeitung eines fünfzehn Jahre alten Planes, dessen Geometrie, Volumetrik und Grundrissplan nicht nur durch den Gestaltungsplan festgeschrieben sind, sondern auch durch die Arbeitsrituale einer langen Beschäftigung, gewinnen die Schritte das Gesicht eines „Umbaus“ an einem virtuellen Gebäude...

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Marcel Meili, Ein Leseheft zur Architektur - unter anderem, Lehrstuhl Prof. Mario Campi, 1985

Eine Anthologie lesen

1947 erscheint in Berlin unter dem Titel "Lesebuch für Baumeister" eine Anthologie von über 80 Texten "zu Architektur und Städtebau". Auf 500 Seiten versammelt das Buch, ohne ein einziges Bild, Artikel und Auszüge von Autoren unterschiedlichster Herkunft und Epochen, Architekten, Theoretiker und Dichter, aufgeteilt in acht überschriftslose Blöcke: ein unübersichtliches Dickicht von Äusserungen, ohne Überleitung gegeneinander gestellt...

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