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Marcel Meili, Spezialausgabe zum 100. Geburtstag von Luigi Caccia Dominioni, werk, bauen + wohnen, 12 – 2013

Stilpluralistische Montagen

In der Casa Pirelli hat Luigi Caccia Dominioni sein Repertoire um das Verfahren einer parallelen Montage ausgeweitet, das es ihm erlaubt, exklusive bürgerliche Bilderwelten auf zwanglose Art in seine Raumschöpfungen zu integrieren...

Markus Peter, Spezialausgabe zum 100. Geburtstag von Luigi Caccia Dominioni, werk, bauen + wohnen, 12 – 2013

Schwefelspuren der Häresie

Irritierende und scheinbar unerklärliche Dissonanzen begründen den Zauber der Wohn- und Geschäftshäuser am Corso Europa. Perspektivwechsel und Faltungen lassen Brüche im Massstab des Urbanen entstehen, die dem «Stile di Caccia» seine extreme Diskontinuität verleihen...

Marcel Meili, Laudatio bei der Vergabe des Prix Meret Oppenheim an Günther Vogt, Oktober 2012

Prix Meret Oppenheim 2012: Günther Vogt

Kriegt ein Landschaftsarchitekt den Prix Meret Oppenheim, ist zu fragen, was dies bedeutet. Die Jury hätte keinen besseren Zeitpunkt finden können, Landschaftsarchitektur ist die Disziplin der Stunde, vielleicht mehr noch als die Architektur selbst. Und nie seit dem 18. Jahrhundert war sie näher an der Kunst als in der Gegenwart...

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Marcel Meili, Urban.Art.Marks, No. 1, April 2011

Hyperskulpturen und Unräume

Ich spreche hier nicht als Kunstexperte. Ich spreche als Architekt. Das heisst nicht, dass ich mich für Kunst nicht interessieren würde. Aber die letzten vielleicht zwanzig Jahre haben die Architekten und die Künstler ein brisantes Konkubinat geführt, welches die Emotionen in der gegenseitigen Beziehung deutlich aufgeheizt hat, das Misstrauen ebenso wie Euphorie. Nach der ahnungsvollen Wiederbeatmung des „Gesamtkunstwerkes" 1983 durch Harald Szeemann begannen die Disziplinenübergriffe und „Crossover“ zu wuchern, unentwirrbar zwischen Neugier, Schamlosigkeit und Abenteuer. Im Hintergrund schien aber ein heimlicher Konsens darüber zu bestehen, dass dieses grosse Fusionsprojekt gleichzeitig unausweichlich und viel versprechend sei...

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Marcel Meili, Archithese, 06.2010

27 Gedanken zum Thema Serendipity

Die Arbeitsweise des Architekten ist von chaotischen, zufälligen und unsystematischen Elementen durchsetzt. Gefordert ist eine weiche, frei schwebende, intuitive Wahrnehmung, welche Chancen erkennt. Darüber hinaus eine spekulative Intelligenz, welche aus dem unübersichtlichen Geflecht von Angeboten und Bedingungen die Geschichte des Projekts zu schreiben vermag...

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Adolf Krischanitz im Interview mit Marcel Meili und Markus Peter, Marcel Meili, Markus Peter | 1987-2008

Die Produktion des architektonischen Raums

ADOLF KRISCHANITZ: Ich kenne eure Arbeitsweise von vielen Gelegenheiten her und finde es interessant, wie zwei doch sehr verschiedene Persönlichkeiten an ein Projekt herangehen. Kann man sagen, je unterschiedlicher sie sind, desto grösser ist die mögliche Spannweite und Tiefe der jeweiligen Projektdefinition? ...

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Marcel Meili, Kolloquium Moranvanski, ETH Zürich, November 2006

Zehn Behauptungen über Architektur & Wissenschaft

Erstens: Das architektonische Projekt ist – im besten Fall – nicht nur Wirklichkeitserfahrung, sondern auch Erkenntnisproduktion über Wirklichkeit. In diesem Verständnis ist das Projekt also ein Medium der Erforschung der Welt...

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Marcel Meili, Neue Zürcher Zeitung, 12.01.2005

Städtebau als Metapher der Lebensbedingungen

Als die NZZ im Jahre 1979 ihre Sonderausgabe herausbrachte, war die Tusche auf unseren Diplomplänen kaum getrocknet. Auch wenn uns der Weg noch unklar war, unser Ziel war deutlich umrissen. Wir traten an, um eine steif und blutleer gewordene spätmoderne Architektur aus den Fängen ihrer technokratischen Erbverwalter zu befreien - aber ohne Postmoderne, denn der misstrauten wir von Anfang an...

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Marcel Meili, Harvard Lecture, Juli 2002

Probleme unserer Entwurfsarbeit

Vor etwa drei Jahren hat Josep Lluís Mateo in «Quaderns» über den Stand der europäischen Architektur gesagt: Ein gemeinsames Kennzeichen der Projekte ist ihr Rückzug aus der Diskussion zur Stadt. Diese Aussage ist eine Polemik. Wörtlich genommen wäre sie absurd, denn sie bedeutete, dass es möglich wäre, Architektur nicht mehr als ein Strukturproblem zu begreifen, sondern als Objekt des Designs, wie Fernseher etwa...

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Marcel Meili, Prototypo Seminar in Architecture: Performing the City, Porto, Juni 2001

Globalisierung versus Territorialkultur?

Wie werden die Territorien, die Orte ihre besonderen Eigenschaften in einer globalisierten Welt entwickeln oder verlieren? Europa ist ein geeignetes Modell für diese Frage...

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Marcel Meili, Antrittsvorlesung ETH Zürich, Mai 2001

Standbild

Zu den bemerkenswerten Eigenheiten der letzten 15 Jahre Architektur gehört es, dass nicht nur die Person des Architekten öffentlich geworden ist, sondern auch die Verfahren, die für ihre Genese angewandt werden...

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Marcel Meili, Architekturjahrbuch 2000, Hrsg. Wilfried Wang

10 Fragen an eine Europäische Architektur

Es ist nicht von vornherein klar, dass die Architektur eine Zukunft hat. Diese Feststellung ist nicht weniger rhetorisch als die Frage nach der Zukunft der Architektur. Natürlich wird auch im 21. Jahrhundert gebaut werden, und man wird das Ergebnis Architektur nennen. Aber diese Bauten werden unter so deutlich anderen Voraussetzungen entstehen, dass der Begriff wahrscheinlich eine neue Bedeutung bekommen wird. Denn die neuen Spielregeln werden sicherlich jene gesprengt haben, welche um 1960 festgelegt worden sind, auch die allgemeineren Grundregeln von 1910. Vielleicht werden sie sogar den Nachhall auf die Entdeckungen um 1770 schlucken, oder noch mehr. Wir werden sehen. Ich spreche davon, auf welche Weise in Europa gebaut werden wird - und wie nicht mehr...

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